Kostenvoranschlag in der Kfz-Werkstatt: Auftrag, Erweiterung und Abnahme
Streit über Rechnungen entsteht in der Werkstatt oft, weil der Auftrag nicht klar dokumentiert wurde. Ein sauberer Reparaturauftrag mit Kostenvoranschlag, Erweiterungen und Abnahme verhindert das.
Was gehört in die Fahrzeugannahme?
- Kunde, Kontakt, Fahrzeug, Kennzeichen, Fahrzeug-Ident-Nummer, Kilometerstand
- Beschreibung der Kundenwünsche und Beanstandungen
- vorhandene Schäden und Zustand bei Annahme, ggf. mit Fotos
- Hinweis auf Datenschutz und Zustimmung zu Probefahrten
- Unterschrift des Kunden
Kostenvoranschlag und Auftragserweiterung
Ein Kostenvoranschlag nennt die erwarteten Kosten für Arbeit und Teile. Stellt sich bei der Arbeit mehr heraus, brauchst du die Zustimmung des Kunden zur Erweiterung, bevor du weiterarbeitest. Halte Datum, Uhrzeit, Gesprächspartner und den zusätzlichen Umfang schriftlich fest.
Abnahme und Rechnung
- Prüfe die Arbeiten anhand des Auftrags.
- Besprich mit dem Kunden, was gemacht wurde und was auffällt.
- Lass die Abnahme quittieren.
- Weise auf Kontrollen oder weitere Termine hin.
- Erstelle die Rechnung passend zu Auftrag und Erweiterungen.
Häufige Fragen
Ist ein Kostenvoranschlag verbindlich?
Das hängt von der Vereinbarung ab. Wenn du ihn als Richtwert versteht und verlangst, die Erweiterung zu bestätigen, sorgst du für Klarheit.
Muss ich Altteile aufbewahren?
Frag den Kunden, ob er sie mitnehmen möchte, und halte die Antwort fest.
Was ist, wenn der Kunde das Fahrzeug nicht abholt?
Regle Standgeld und Fristen vorab im Auftrag. Rechtliche Schritte klärst du mit deiner Beratung.
Hinweis: Dieser Ratgeber ist eine allgemeine Information und keine Rechtsberatung. Prüfe Werkvertragsrecht und Besonderheiten für deine Werkstatt.
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